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Dissertation: Gregor Klos


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Dissertation: Gregor Klos

Dissertation / Doktorarbeit / Thesis

Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Natursport und Ökologie
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Klos, Gregor (2009): Bewegungsraum-Management als strategisches Instrument der kommunalen Sportentwicklung. Ein Ansatz für die Planung und Organisation von naturnahen Bewegungsräumen.

Zusammenfassung:
Kurzfassung
Die ungleichmäßige Forschungslage - in den Themenfeldern Stadtentwicklung, Sportentwicklung, örtliche Landschaftsplanung - und die herrschende Entwicklungsdynamik urbaner, naturnaher Bewegungsräume bedingt durch Veränderungen des Bewegungsverhaltens der städtischen Bevölkerung, lassen zunächst kein Patentrezept für eine Bewegungsraumentwicklung zu.
Die Fragestellung der vorliegenden Arbeit zum Modellkonzept "Bewegungsraum-Management" (BEMA) ist auf die praxisnahen Erfahrungswerte der befragten Experten unterschiedlicher kommunaler Fachbereiche ausgerichtet. Die präsentierten Resultate ergeben sich aus der Analyse der Leitfadengespräche, deren Interpretation und dem Abgleich mit der relevanten Fachliteratur. Insbesondere liegt der Mittelpunkt des Interesses auf den Akzeptanz- und Verknüpfungsproblemen der (örtlichen) Landschaftspla-nung und der Stadtentwicklungsplanung mit der Sportentwicklungsplanung.
Es hat sich gezeigt, dass eine grünplanerische Strategie bereits stark ausgeprägt ist. Insbesondere die Schnittstelle "Sport & Grün" gewinnt in ihrer Existenz an Bedeutung, da naturnahe Bewegungsräume sich keiner klassischen Verwaltungsdisziplin noch den vorhandenen Sportvereinen eindeutig zuordnen lassen. Es geht um das Schließen der Lücke "Sport & Grün". Die Vertretung des Sportsektors weiß um die Dysfunktion der Sportentwicklungsplanung und ihr Versagen, wenn es um die Organisation und Disposition naturnaher Bewegungsräume geht.
Die präsentierten Forschungsergebnisse belegen, dass es kein idealtypisches BEMA quasi als Prototyp für eine Kommune geben kann. Sowohl der stadtpolitische Pla-nungsprozess mit seinen vielfältigen fachübergreifenden Kompromisslösungen, querschnittsorientierten Kommunikationshemmnissen als auch die Ausrichtung an den lokalen Bedürfnissen und Besonderheiten ziehen zwangsläufig eine "Individualisierung" eines BEMA nach sich. Zusammenfassend muss ein BEMA als ein Konzept für Planung und Management von naturnahen Bewegungsräumen betrachten werden, welches in seinen Grundzügen problemlos auf jede Stadt und Gemeinde übertragbar ist. Erfolgs-faktoren für das Erreichen nachhaltiger Entwicklung wie für den integrativen Anspruch des BEMA sind Koordination, Kooperation, Kommunikation und Partizipation zwischen allen Beteiligten.



Abstract
The unbalanced state of research – on the topics of urban development, sports development, local landscaping – as well as the current trend in the design of urban, natural exercising spaces (ES), don’t allow a global solution for an exercising space design, also due to the shift in exercise behaviour of urban population.
The present dissertation about the model concept "Exercise Space Management" (ESM) focusses on practical experiences of the polled experts out of different municipal departments. The presented results are based on the analysis of the guided thematic discussions, their subsequent interpretation and the comparison to the relevant scientific literature. The focus of interest lies in particular on the acceptance and combination problems of (local) landscaping and urban design planning with sports development planning.
The results show that a "Sports & Green" planning strategy is already implemented on a high level. Most notably the junction "Sports & Green" becomes more important due to the fact that naturelike ES’s cannot yet be distinctly attributed to a classical administrational field or the local sport clubs. The goal is to fill the "Sports & Green" gap. Representants of the sport sector know of the dysfunctional sports planning and it’s failure in organising and provision of natural ES’s.
The presented research results show that there can’t be a general model ESM in terms of a default prototype for a municipality. The urban political planning process with it’s various interdisciplinary compromises, cross-sectional communication obstacles and the orientation toward local needs and particularities necessarily demand an individual approach to a possible ESM. In conclusion an ESM must be seen as a conceptual tool to plan and manage natural ES’s, which can basically be transferred to every town and municipality. Crucial success factors to reach a sustainable development and an interactive level of ESM are, as for all enduring processes, coordination, cooperation and participation of all those involved.


18.12.2017 - 03:15