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Dissertation: Tim Nebelung


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Dissertation: Tim Nebelung

Dissertation / Doktorarbeit / Thesis

Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Pädagogik und Philosophie
Nebelung, Tim (2008): Sportästhetik Zusammenfassung:
Was ist/hat der Sport, dass er immer wieder Menschen auf eine spezielle und eigene Weise zu begeistern vermag? Wie ist das faszinierende, bisweilen süchtig machende Gefühl des Athleten und ebenso des Zuschauers zu erklären und zu verstehen? Den Grundfragen, warum Menschen ihr Herz an den Sport hängen (können) und was das komplexe – meist diffus und unreflektiert verbleibende – Erleben im Sport ausmacht, wird in der Arbeit systematisch nachgegangen.
Zwar gibt es einige Konzepte und Skizzen, doch im Ganzen steckt die Sportästhetik noch in ihren Anfängen. In dieser Arbeit wird eine Zusammenschau über diejenigen sportästhetischen Entwürfe gegeben, die den Sport in ihrer ganz eigenen und besonderen Erlebnissphäre in den Blick nehmen (u.a. P. Frayssinet, H. Lenk, S. Güldenpfennig, W. Welsch, M. Seel, H. U. Gumbrecht). Daran anschließend werden insbesondere am Beispiel des Flow-Erlebnisses die Dimensionen des Erlebens im Sport erörtert (u.a. M. Csikzentmihalyi, M. Roth, H. Slusher, E. Fink). Vornehmlich durch einen vergleichenden Blick auf das mit dem Sport verwandten Spiel anhand der Spieltheorie F. J. J. Buytendijks zeigt sich, dass eine pathische Grundhaltung Spiel und Sport zu einem ästhetischen Erlebnis werden lässt.

Es werden folgende Thesen im Buch behandelt und diskutiert:
· These 1: Sport und Kunst sind kompatibel.
· These 2: Sport ist ein ästhetisches Phänomen bzw. Erlebnis.
· These 3: Sport ist als Medium der Selbst- und Existenzvollendung zu begreifen.
· These 4: Das Pathische ist der Ermöglichungsgrund, Spiel und Sport ästhetisch zu erleben.
· These 5: Die Reflexion des Erlebens ist eine Herausforderung für die Sportphilosophie.



What is it in/about sports that continuously mesmerizes people (again and again) by its unique, special way? How can we explain and understand this fascinating almost addictive feeling that athletes and even spectators experience? This paper wants to answer the basic question why people are so committed to sport/physical activity. What is the basis of its complex – mainly unreflected and vague - experience?
Despite the existing concepts the philosophic discipline Aesthetics of sport is just developing. This paper gives an overview of these sport aesthetic drafts that analyse sport in its very own and special sphere of experience (among others: P. Frayssinet, H. Lenk, S. Güldenpfennig, W. Welsch, M. Seel, H. U. Gumbrecht). Followed by the discussion of different dimensions of experiencing sport with special reference to ‘flow-experiences’ (among others: M. Csikzentmihalyi, M. Roth, H. Slusher, E. Fink). Especially by comparing F. J. J. Buytendijks play theory to those theories of sport it shows that with an attitude in which you are “seized“ (a pathic attitude) play and sport become an aesthetic experience.

This book deals with the following theses:
· Thesis 1: Sport and art are compatible.
· Thesis 2: Sport is an aesthetic phenomenon/experience.
· Thesis 3: Sport can be understood as a medium to complete your own identity and existence.
· Thesis 4: The “to be seized” (pathic attitude) allows an aesthetic experience of play and sport.
· Thesis 5: The reflection of the experience is a challenge for the philosophy of sport.


14.12.2017 - 03:16